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vom 17.08.2018

Laut Home & Smart Preisindex sind die durchschnittlichen Preise für die Ausrüstung eines Musterhaushaltes mit Smart Home Geräten sind im Monat Juli minimal gesunken. Eine Smart Home Standardausstattung kostete im Juli demnach im Durchschnitt gerade einmal zwei Euro weniger als im Vormonat. Die Preise für die günstigsten Geräte hätten dagegen deutlicher nachgegeben. Die Preisdifferenz zwischen Standard- und Billigprodukten wird also noch größer. Zu diesem Ergebnis kommt die monatliche Analyse der Preisentwicklungen durch Home & Smart, dem nach eigenen Angaben führenden unabhängigen Verbraucherportal für die Themen Smart Home, Internet of Things und E-Mobility. Die Experten hätten dafür die Preisentwicklungen der wichtigsten Smart Home Produkte für die Standardausstattung eines Musterhaushalts analysiert.

„Vor allem Anbieter günstiger Alternativprodukte in den verschiedenen Gerätekategorien drängen weiter auf den Markt. Die steigende Zahl von Anbietern und Produkten, führt zu mehr Wettbewerb und insgesamt sinkenden Preisen“, analysiert Thilo Gans, Geschäftsführer von Homeandsmart, das Marktgeschehen.

Von Juni auf Juli sind die durchschnittlichen Preise für eine Standardausstattung mit intelligenten Geräten für einen Musterhaushalt nur minimal gesunken. Im Juni lag der Home & Smart Preisindex für den definierten Haushaltswarenkorb bei 2.925 Euro. Nun ging er im Juli lediglich auf nun 2.923 Euro zurück.

Nach unten gingen laut des Preisindexes vor allem die Preise in der Kategorie Sicherheitstechnik. Die Preise hatten den Angaben zufolge bereits im Vormonat um etwa zehn Euro nachgegeben und seien nun erneut um durchschnittlich rund vierzehn Euro gesunken. Damit sei die Investition in die Sicherheit der eigenen vier Wände nun fast wieder zum Preisniveau zu Jahresbeginn erhältlich, nachdem sich die Geräte im Mai noch deutlich verteuert hatten.

„Durch neue Anbieter und neue Produkte steigt die Zahl verfügbarer Alternativen zu den Angeboten der etablierten Anbieter. Noch wehren sich viele Platzhirsche gegen den Preiskampf. Wenn sich diese Marktentwicklung jedoch so fortsetzt, werden sie bei den Preisen nachgeben müssen. Das dürfte sich dann für die Verbraucher auszahlen und das intelligente Zuhause zunehmend erschwinglicher machen “, erklärt Gans.

Zur Methodik: Der Home & Smart Preisindex Smart Home analysiert nach eigenen Angaben die Preise aus den relevanten Produktdatenbanken für Smart Home Geräte. Für die Preisanalyse wird ein Musterhaushalt zugrunde gelegt, der folgende Gerätekategorien beinhaltet: Hausautomation & Steuerung (Lautsprecher & Assistent, Assistent Set, WLAN Steckdosen), Heizung (Thermostate), Sicherheit (Rauchmelder, Tür-/Fenstersensoren, Türklingel, Türschloss, Überwachungskamera), Raumklima (Sensoren), Licht (Lichtsteuerungen, Lichtsteuerung Set) und Entertainment (Multiroom). In jeder Kategorie werde eine Standard-Ausstattung hinsichtlich der notwendigen Anzahl der Geräte definiert. Der den Berechnungen zugrunde liegende Warenkorb für den Musterhaushalt wird auf der Basis von Verkaufszahlen zusammengestellt.

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vom 14.08.2018

Die W.I.S. Unternehmensgruppe in Köln hat die ebenfalls in der Dom-Stadt beheimatete Weltring Service 24 GmbH & Co. KG übernommen. Die Gruppe, nach eigenen Angaben Spezialist für Corporate Security & Safety mit 140 Millionen Euro Umsatz und mehr als 4.000 Beschäftigten an 30 Standorten, möchte damit den Angaben zufolge ihre Sicherheitstechnik-Sparte stärken.

Die W.I.S. Unternehmensgruppe setzt damit nach eigenen Angaben im Kontext immer komplexer werdender Anforderungen der Kunden und des Marktes auf integrative Sicherheitskonzepte - diese setzten sich aus einer Kombination qualifizierter personeller Sicherheitsdienstleistungen und dem Einsatz innovativer Sicherheitstechnik zusammen. Dieser Strategie folgend stärkt die W.I.S. als Spezialist für Corporate Security & Safety mit Übernahme der Weltring Service24 GmbH & Co. KG aus Köln ihre technische Sparte.

Weltring Service 24 habe seine Kernkompetenz im Projekt- und Servicegeschäft für Einbruch- und Brandmeldetechnik, bei Gefahrenmanagementsystemen und Sprachalarmierungsanlagen. Somit sei der Zusammenschluss eine Verbindung zweier Spezialisten, die die lokale Präsenz der W.I.S. Unternehmensgruppe in Köln vertiefen und ausbauen soll.

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vom 11.08.2018

Primion hat bekannt gegeben, dass die Primion Technology AG mit Wirkung zum 17. Juli 2018 den Formwechsel in eine GmbH vollzogen hat. Auch nach dem Formwechsel sei die Primion Technology GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Nunmehr allerdings mit der HRB 736977.

Geschäftsführer sind (weiterhin) Andreas Kupka und Jorge Pons Vorberg. Der Aufsichtsrat bestehe weiterhin aus Juan Miguel Sucunza (Vorsitzender), Eduardo Unzu Martinez und Dr. Klaus-Peter Weber.

Sämtliche Anteile an der Primion Technology GmbH werden den Angaben zufolge nach wie vor von der spanischen Muttergesellschaft Azkoyen S.A. gehalten.Alle mit der Primion Technology AG abgeschlossenen Verträge behalten auch nach dem Formwechsel in die GmbH ihre Gültigkeit, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Der Rechtsträger bleibe identisch.

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vom 10.08.2018

Laut einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums können ab sofort private Eigentümer und Mieter wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der KfW beantragen. Zudem erhöhe das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) die verfügbaren Fördermittel für Einbruchschutz für dieses Jahr auf 65 Millionen Euro. Bislang standen 50 Millionen Euro für die Einbruchschutzförderung bereit, heißt es in der Mitteilung. Das BMI und die KfW reagierten damit auf die anhaltend hohe Nachfrage für den Einbruchschutz.

Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe: „Die hohe Nachfrage nach der KfW-Zuschussförderung für die Barrierereduzierung und den Einbruchschutz zeigt die große Relevanz der Programme. Ich freue mich, dass durch die Bereitstellung der Mittel für den Barriereabbau beziehungsweise die Aufstockung der Fördermittel für den Einbruchschutz noch mehr Menschen in Deutschland in eine komfortablere Wohnqualität sowie in die Sicherheit ihrer Wohnungen und Häuser investieren können.“

Das BMI und die KfW hatten im März des Vorjahres im Rahmen von Produktverbesserungen für die Förderung des Einbruchschutzes den Mindestinvestitionsbetrag abgesenkt und im September 2017 eine gestaffelte Zuschussförderung eingeführt. Im Vorjahr wurden den Angaben zufolge rund 80.000 Wohneinheiten mit einem Zuschuss für den Einbruchschutz gefördert.

Zudem könnten ab jetzt wieder Anträge für barrierereduzierende Maßnahmen gestellt werden. Das Bundesinnenministerium stelle hierfür 75 Millionen Euro für 2018 zur Verfügung.

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vom 04.08.2018

Bereits im Februar hatte VdS als nach eigenen Angaben erstes Prüfinstitut in Europa die EN 16763-Anforderungen (Dienstleistungen für Sicherheitsanlagen) für sämtliche betroffenen Gewerke und Leistungsphasen in konkreten Prüfprozessen präzisiert. VdS-anerkannte Errichter erfüllten den Angaben zufolge den Standard bereits unmittelbar nach seiner Veröffentlichung.
Als erster Planer erhielt jetzt Sascha Puppel, Geschäftsführer des gleichnamigen Sachverständigen- und Planungsbüros, die Bestätigung einer erfolgreichen EN-Zertifizierung durch das Institut – unter der neuen Marke „Prove – powered by VdS“ für von VdS-Experten durchgeführte Prüfungen nach externen Normen. Die Zertifizierung umfasste den Angaben zufolge auch die Anlagenabnahmen gemäß Europäischer Norm, welche Puppel als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ebenfalls anbietet.
Hintergrund: Ein nach wie vor aktuelles Branchenthema sind die europaweiten Mindestanforderungen der EN 16763 für Dienstleister an Sicherheitsanlagen. Unter anderem müssen auch Planer anhand der Norm-Vorgaben Prozesse nachweisen, mit denen sie Arbeitsergebnisse definieren und dokumentieren.
Planer und/oder Errichter, die sich für ein Prove – powered by VdS-Zertifikat zur EN 16763 interessieren, finden die Richtlinien VdS 3829 hierzu auf vds-shop.de (Download kostenlos).

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vom 04.08.2018

Der Hersteller von IP-Türsprechanlagen Bird Home Automation und das Prop-Tech-Unternehmen (Property Technology) Kiwi.ki haben ihre Kooperation angekündigt. Ab sofort sei der Door-Bird „D301“ – das Internet-Upgrade für analoge Türsprechanlagen – mit dem Kiwi Schließsystem kompatibel. Mit der Integration bieten die Unternehmen nach eigenen Angaben eine gemeinsame Lösung für Geschäftskunden, die für ihre Dienstleistung Zutritt zu Haus- und Wohnungstüren benötigen. Firmen wie zum Beispiel Pflegedienste oder Reinigungskräfte können somit Türen, zu denen sie Zutrittsrechte haben, über das Kiwi Portal verwalten und öffnen.Mit dem „Door-Bird D301“ könnten Mieter in Mehrfamilienhäusern ihre bestehenden analogen Türsprechanlagen internetfähig machen. Wenn ein Besucher an der Haustür klingelt, erhält der Bewohner eine Push-Mitteilung auf sein Smartphone oder Tablet. Anschließend könne er per App mit dem Besucher sprechen sowie die Haus- oder Wohnungstür öffnen.Auch mit Kiwi können Türen schlüssellos geöffnet werden. Das Unternehmen bietet ein digitales Schließsystem für Türen von Mehrfamilienhäusern an. Kiwi möchte das Schlüsselmanagement für die Wohnungswirtschaft digitalisieren und als Plattform für Dienstleistungen, die Zutritt zu Haus oder Wohnung benötigen, beispielsweise Paketdienste oder die Müllabfuhr, anbieten.

„Mit diesem neuen Geschäftssegment stärken wir unsere Marktposition als führender Hersteller von IP-Türsprechanlagen und smarten Nachrüstmodulen, die über umfangreichste Kompatibilitäten verfügen“, so Sascha Keller, CEO der Bird Home Automation. „Durch Door-Bird können wir unser Produktangebot erweitern und ermöglichen unseren Kunden eine noch flexiblere Nutzung von Kiwi“, erläutert Kiwi Mitgründerin und Geschäftsführerin Claudia Nagel ihre Beweggründe für die Kooperation.

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vom 04.08.2018

Als Kooperationspartner der Security Essen bietet der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik messebegleitend ein Vortragsprogramm im Congress Center Ost der Messe Essen an. Von Dienstag bis Donnerstag werden jeweils zwei Module zu bestimmten Themen der Sicherheitsbranche angeboten, die sich verschiedenen Schwerpunkten widmen. So bietet der BHE am ersten Veranstaltungstag Vortragsblöcke speziell für Errichter und Versicherer, während am Folgetag die Innere Sicherheit und aktuelle Rechtsfragen der Branche in den Fokus rücken. Am dritten Tag stehen laut Veranstalter der Brandschutz und das Thema Smart Home im Vordergrund.Somit könnten sich im Programm sowohl Sicherheitsanbieter (Errichter, Planer und Hersteller) als auch Sicherheitsverantwortliche von Anwendern und Behördenvertreter wiederfinden.Die verschiedenen Module sind laut BHE jeweils getrennt voneinander buchbar und lassen ausreichend Zeit für einen Besuch der Messe. Eine Eintrittskarte zur Security Essen ist in den Teilnahmekosten enthalten.Die Einladung mit detaillierten Informationen zum Tagungsprogramm finden Interessenten unter www.bhe.de/security-fachkonferenz.

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vom 27.07.2018

Der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik hat den Praxisratgeber „Zutrittssteuerung“ neu aufgelegt. Das Buch im A5-Format wurde den Angaben zufolge gegenüber der Erstauflage wesentlich erweitert und aktualisiert. Hierbei habe der BHE sehr viel Wert auf das Feedback der Leser gelegt und unter anderem das neue Kapitel „Projekte und Anwendungsbeispiele“ aufgenommen. In der zweiten Auflage des Ratgebers werde das Thema Zutrittssteuerung auf rund 200 Seiten in einfacher und verständlicher Weise erläutert.

Der Ratgeber soll Errichter, Planer und Anwender bei Ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Neu- und Quereinsteigern der Zutrittssteuerung könne er als fundierte Einführung in das Thema dienen, Fortgeschrittenen als nützliches Nachschlagewerk.

Detaillierte Inhaltsangaben finden Interessenten auf www.bhe.de/praxis-ratgeber. Das Buch kann online im BHE-Shop oder direkt beim BHE bestellt werden.

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vom 26.07.2018

A wie Aufbohrschutz
Der Aufbohrschutz oder auch Anbohrschutz wird auf verschiedene Weisen realisiert. Durch den Aufbohrschutz wird zum Beispiel der Zylinderkern und das Gehäuse des Schließzylinders geschützt. Der Zylinderkern ist das, in das der Schlüssel hineingesteckt und gedreht wird. Durch den Schutz, meistens zusätzliche Elemente aus gehärtetem Spezialstahl oder Hartmetall, wird das Aufbohren erschwert. Das Material der sogenannten Bohrschutzstifte, die im Kern des Schließzylinders sitzen, ist auch mit Spezialbohrern nur schwer zerstörbar.  Ein Einbrecher braucht dadurch sehr lange, um den Zylinder der Tür anzubohren. Ziel des Anbohrens ist meistens, die zuhaltenden Stifte im Zylinderkern zu zerstören, damit der Riegel (der Verschluss, den man durch Drehen des Schlüssels bewegt) und die Falle (der Verschluss, der sich bewegt, wenn der Türgriff betätigt wird) bewegt werden können und so die Tür geöffnet werden kann. 
Die andere Angriffsweise durch Bohren besteht darin, den unteren Gehäuseteil anzubohren und in dem entstandenen Bohrloch ein Werkzeug anzusetzen, um den Zylinder an der dünnsten Stelle unterhalb der Schließnase (die Schließnase ist das im Inneren des Zylinders, das den Riegel bewegt, wenn der Schlüssel gedreht wird) zu zerbrechen. Dann kann die außenliegende Seite entfernt werden und es ist mit geeigneten Werkzeug möglich, das Schloss zu öffnen.
Teile des Aufbohrschutzes stecken im Zylinder, zum Beispiel die gehärteten Spezialstifte, manche Teile sieht man von außen, zum Beispiel Schutzrosetten. Diese sitzen außen vor dem Schließzylinder und verdecken diesen komplett. Sie schützen nicht nur vorm An- und Aufbohren, sondern dienen oft auch als Ziehschutz. Der Ziehschutz ist eine Zylinderabdeckung mit einer beim Schließvorgang mitrotierenden Scheibe meist aus Stahl, durch die der Schlüssel in den Zylinder eingeführt wird. Dieses Bauteil verhindert, dass der Zylinder durch ein Spezialwerkzeug aus dem Schloss herausgezogen werden kann. Manche Einbrecher schrauben eine stabile Schraube in den Zylinder ein und reißen ihn an dieser aus der Tür heraus. Diese Methode wird durch den Ziehschutz und durch einen anbohrgeschützen Zylinder, in den sich keine Schraube einschrauben lässt, verhindert.
 
B wie Beschlag
Ganz schlicht formuliert sind Beschläge (meist) metallene Bauteile, die zum Beispiel an Fensternrahmen und Türblättern angebracht sind, um ihre Funktion zu gewährleisten, so zum Beispiel Scharniere (Türbänder) oder Griffe oder eben Schlösser – um nur einige Beispiele zu nennen. Sie verbinden häufig ein bewegliches Teil mit einem Unbeweglichen. Fensterbeschläge  verbinden den beweglichen Teil eines Fensters, den Fensterflügel, mit dem unbeweglichen Teil, dem Fensterrahmen. Je nach Öffnungsweise des Fensters lassen sich verschiedene Beschlagsarten unterscheiden, die die entsprechende Öffnungsweise erst ermöglichen, zum Beispiel Dreh-Kipp-Beschläge, damit ein Fenster nicht nur geöffnet, sondern auch gekippt werden kann, oder auch Schiebebeschläge, für Schiebefenster. Beschläge müssen vielen Anforderungen gerecht werden: Sie bewegen große, schwere Bauteile und sind relevant beim Einbruchschutz. Eine Türe oder ein Fenster mit speziellen Sicherheitsbeschlägen lässt sich von einem Einbrecher nicht so leicht aus dem Rahmen aushebeln oder aufbrechen.  
 
C wie Cloud
Digitale, smarte Türschlösser verfügen häufig über eine Anbindung ans Internet und lassen sich auch ohne Schlüssel, mit dem Smartphone, einem Chip oder ähnlichem öffnen. Die „digitalen Schlüssel“ werden dabei häufig in einer Cloud, platt gesagt einem Speicherplatz im Internet, verwaltet. Wenn die verbaute Beschlagstechnik in der Tür einbruchhemmend ist und hohen Sicherheitsanforderungen entspricht, muss man keine Sicherheitsnachteile fürchten: Einbrecher brechen – wie der Name schon sagt – ein, indem sie Türen oder Fenster aufhebeln, zerstören oder manipulieren. Das ein Einbrecher mit Internet-Hacking einbricht, indem er sich einen digitalen Schlüssel aus dem Internet besorgt, kommt eigentlich nicht vor. Der Aufwand ist viel zu groß und die Kompetenzen dafür meistens nicht vorhanden. Zudem sind die Sicherheitsvorkehrungen der Anbieter von digitalen Schlössern sehr hoch. Welche Vorteile die Cloud-Anbindung haben kann, lesen Sie zum Beispiel auf Seite 36/37. 
 
D wie Durchbrechen oder Durchstechen
Die Methode des Glasdurchbruches, also das der Täter das Glas eines Fenster heranzukommen, kommt eher selten vor – zu groß ist die Gefahr für den Einbrecher, sich dabei zu verletzen. Zudem macht die Methode relativ viel Lärm, den die Nachbarn hören könnten. Dennoch kommt es vor. Dagegen helfen am besten abschließbare Fenstergriffe, die der Täter nicht bewegen kann, wenn er durch ein Loch im Glas nach innen greift. Solche Fenstergriffe gibt es auch mit Alarmmeldung – diese geben ein lautstarkes, akustisches Signal ab, wenn sie registrieren (durch Erschütterung oder ähnliches), dass ein Einbruchsversuch stattfindet. Die Griffe lassen sich leicht nachrüsten und es gibt sie gleichschließend (ein Schlüssel funktioniert an allen Fenstergriffen)
Zudem gibt es einbruchhemmende Verglasung, auch die kann vor Glasdurchbruch schützen.
Eine andere Einbruchsmethode ist, die Dichtung des Glasrahmens zu durchstechen, um mit einem Hilfsmittel an den Fenstergriff zu gelangen. Auch hiervor schützt ein abschließbarer Fenstergriff.
 
E wie Elektronik
Im Gegensatz zu den mechanischen Schlössern lassen sich mechatronische Schlösser, die Elektronik und Mechanik kombinieren, zumeist auch anders öffnen als nur mit einem klassischen Schlüssel, zum Beispiel mit einem Pincode, über einen Fingerscanner, übers Smartphone oder eine Chipkarte beziehungsweise Transponder. Das bietet viele Vorteile, allen voran, dass die Folgekette von verlorenen Schlüsseln nicht mehr dramatisch ist. Wenn jemand zum Beispiel seine Chipkarte verliert, kann diese einfach aus dem System gelöscht werden – so kann niemand mit der verlorenen Chipkarte die Tür öffnen. Für den Hausbesitzer wird einfach ein neuer Zugang auf eine Ersatzkarte programmiert. Noch einfacherer wird es mit Fingerscannern oder generell mechatronischen Schlössern, die den Zutritt über biometrische Merkmale erlauben – Finger kann man nicht verlieren und biometrische Merkmale sind fälschungssicher. In Deutschland sind mechatronische Schlösser in Privathäusern noch nicht so verbreitet wie in anderen Ländern, sind aber im Kommen, gerade im Bereich Smart Home. Die aktuellen Systeme von Qualitätsherstellern erfüllen alle Sicherheitsanforderungen, lassen sich meist leicht nachrüsten und bieten hohen Komfort.
 
F wie Fenster
Eine der „beliebtesten“ Methoden, in ein Haus einzubrechen, ist das Aufhebeln des Fensters. Wenn das Fenster nicht mit Sicherheitsbeschlägen ausgestattet ist, zum Beispiel Pilzkopfzapfen oder einem abschließbaren Fenstergriff, geht das sehr schnell und der Verbrecher braucht meist nur einen Schraubenzieher (siehe dazu auch Seite 8). Am gefährdetsten sind die Fenster im Erdgeschoss oder auch im ersten Stock, wenn der Einbrecher gut an diese herankommt, weil er Kletterhilfen wie Leitern vor Ort findet. In vielen Fällen kann auch eine Zusatzsicherung am Fenster sinnvoll sein. Und was auch für die Versicherung wichtig ist: Ein gekipptes Fenster ist für einen Einbrecher ein offenes Fenster, da es so besonders leicht für ihn zu öffnen ist – außer, bei dem Fenster ist im Beschlag eine zusätzliche Sicherung verbaut, durch die es auch im gekippten Zustand einbruchhemmend ist. Mehr zum Thema Fenstersicherheit lesen Sie zum Beispiel ab Seite 32 in diesem Magazin.
 
G wie Garage
Bei Einbruch denken die meisten zuerst an die Haustür. Dass die Einbrecher auch das Garagentor aufbrechen könnten (beziehungsweise, je nach Tortechnik, es schaffen könnten, dieses mit roher Gewalt und dem richtigen Werkzeug anzuheben und drunter zu kriechen), kommt vielen nicht in den Sinn. Dabei geht gerade das bei alten Toren recht einfach. Und auch in Garagen lagert Wertvolles. Zudem gibt es bei vielen Garagen einen Zugang zum Haus. Und sind die Verbrecher erst in der Garage und haben das Tor wieder geschlossen, können sie hier unbemerkt und in Ruhe die Verbindungstür zum Haus aufbrechen. Deswegen ist es wichtig, auch die Garage und die Tür, die von der Garage ins Haus führt, einbruchhemmend auszustatten. Auch Bewegungsmelder an der Garage können sinnvoll sein. Denn wer stolpert denn schon gern im Dunkeln von seinem Auto zum Lichtschalter? Wie Licht zum Einbruchschutz beiträgt, lesen Sie auch unter dem Buchstaben L wie Licht.
 
H wie Hauseingangstür
Wenn Einbrecher Wohnungen in Mehrfamilienhäusern auswählen, greifen sie laut dem Netzwerk „Zuhause sicher“ in 36 Prozent der Fälle die Wohnungseingangstür an. Damit gehört die Wohnungseingangstür neben der Terrassentür und den Fenstern im Erdgeschoss zur häufigsten von Einbrechern angegangenen Schwachstelle.
Die Haustür von Einfamilienhäusern wird dagegen weniger oft von Einbrechern ausgewählt – allerdings liegt laut dem Netzwerk auch hier die Zahl der Fälle mit zwölf Prozent immer noch im zweistelligen Bereich. Davor schützen kann die richtige Sicherheitstechnik an der Tür. Denn die meisten Einbrecher scheitern an der Sicherheitstechnik, wie die Statistik zeigt: Lag die Zahl der „erfolgreichen“ Einbrüche im Jahr 2006 noch bei rund 63 Prozent, waren zehn Jahre später nur noch rund 55,7 Prozent der Täter erfolgreich. Die Polizei schreibt diesen Rückgang auch der verbesserten Sicherheitstechnik zu.
Wichtig ist es, die Wohnungs- oder Hauseingangstür vom Fachmann mit Sicherheitstechnik ausstatten zu lassen. Die Polizei bietet Einbruchschutzberatung an – und kann auch einschätzen, ob beispielsweise eine Mehrfachverriegelung, eine zusätzliche Sicherung der Bandseite oder Zusatzschlösser wie zum Beispiel Stangenschlösser sinnvoll sind. Die Antwort wird meistens lauten: Ja. 
 
I wie IP-Kameras
Wer Kameras zur Überwachung seines Grundstücks nutzt, sollte daran denken, aus Datenschutzgründen mit einem Schild darauf hinzuweisen, dass hier gefilmt wird. Mit IP-Kameras, die ans Internet angebunden sind und mit denen sich der Hausbesitzer via Smartphone auf die Kamera schalten kann, kann man auch aus dem Urlaub schauen, was zu Hause vor sich geht. Zudem haben viele IP-Kameras neben eingebauten Bewegungsmeldern auch eine Sprachfunktion, mit der man Eindringlinge aus der Ferne ansprechen und vielleicht vertreiben kann.
 
J wie Jalousien
Auch Jalousien können zum Einbruchschutz beitragen, weil sie das Aufbrechen des Fensters massiv erschweren. Wichtig ist aber auch, daran zu denken, wenn man in den Urlaub fährt, dass dauerhaft heruntergelassene Jalousien deutlich signalisieren: Hier ist keiner zu Hause.
 
K wie Kellertür
Für die Kellertür gilt ähnliches wie für die Garage: Sie wird oft nicht mitbedacht bei der Einbruchssicherheit, dabei sind gerade Kellertüren, die von außen (über Treppen) begehbar sind und nicht gut von außen einsehbar sind, „willkommene“ Einbruchsorte. Auch hier sollte an die richtige Sicherheitstechnik gedacht werden – der Fachhandel kann beraten, was geeignet ist.
 
L wie Lärm und Licht
Lärm und Licht mögen Einbrecher nicht, vor allem, wenn sie dadurch von der Nachbarschaft entdeckt werden könnten. Deswegen sind Bewegungsmelder im Garten und um das Haus sinnvoll. Auch Alarmanlagen können  viel dazu beitragen, Einbrecher zu vertreiben (und die Nachbarschaft auf den Einbruch aufmerksam zu machen). Manche Alarmanlagen sind auch mit Smart-Home-Technik gekoppelt und geben Meldung aufs Smartphone des Hausbesitzers. Wichtig ist, auf professionelle Technik zu setzen, um Fehlalarme zu vermeiden – ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
Aber Licht und Lärm kann auch noch auf andere Weise abschreckend wirken – Einbrecher kommen meist, wenn keiner Zuhause ist. Und wenn es im Haus Licht und Geräusche gibt, die daraufhindeuten, dass jemand zu Hause ist, lassen sie von ihrem Vorhaben ab. Anwesenheit zu simulieren, lässt sich auch sehr gut mit smarter Technik realisieren.
 
M wie mechanische Grundsicherung
Sie ist die Grundlage jeden Einbruchschutzes: Die mechanische Grundsicherung. Ist die Mechanik Murks oder nicht fachgerecht verbaut, haben Einbrecher leichtes Spiel. Und Aufrüstung oder Austausch von mechanischer Sicherungstechnik in Türen und Fenstern ist leichter als man denkt.   
 
Der zweite Teil des Sicherheits ABCs finden Sie in der kommenden Ausgabe des Sicherheitsmagazins, das im August erscheint.

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vom 18.07.2018

Der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) ist ab sofort neuer Teilnehmer der Wirtschaftsinitiative Smart Living. Damit möchte sich der FVSB nach eigenen Angaben zukünftig aktiv an den Entwicklungen in Sachen Digitalisierung der Wohn- und Lebensumgebung beteiligen. „Auch für unsere Branche ist Smart Home ein wichtiges Thema. Einige Anbieter von Schließ- und Sicherungssystemen sind auch schon mit vernetzten Produkten auf dem Markt. Die Wirtschaftsinitiative Smart Living bietet die besten Voraussetzungen, den Zukunftsmarkt Smart Home gemeinsam mit anderen Brachen zu gestalten. Daher war es uns ein besonderes Anliegen, an der Wirtschaftsinitiative teilzunehmen“, so FVSB-Geschäftsführer Stephan Schmidt.

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living wurde im März 2017 gegründet. Teilnehmer sind Unternehmen und Verbände, die sich mit dem Thema Smart Home beziehungsweise Smart Living beschäftigen. Ziele der Wirtschaftsinitiative sind unter anderem zukunftsweisende Strategien und neue Anwendungen für einen deutschen Leitmarkt zu entwickeln, einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu etablieren sowie die Gesellschaft und die Wirtschaft für die Chancen von Smart Living zu sensibilisieren.

Koordiniert wird die Arbeit der Wirtschaftsinitiative Smart Living durch die von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beauftragte Geschäftsstelle Smart Living. Sie vermittelt zwischen den verschiedenen Branchen und trägt zur besseren Abstimmung von Maßnahmen und Initiativen zwischen Politik und Wirtschaft im Themenkomplex Smart Living bei. Zudem agiert sie als zentraler Ansprechpartner im Themenfeld Smart Home/Smart Living auf nationaler und internationaler Ebene.Weitere Informationen zur Wirtschaftsinitiative Smart Living sind auf der Homepage der Initiative www.smart-living-germany.de abrufbar.